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Dienstag, 3. Juni 2008

Studiengebühren in Hessen abgeschafft!

Keine Studiengebühren mehr!

Der Darmdollar

Alle reden immer nur davon, dass sie zu wenig Geld haben, aber keiner tut was dagegen. Tobi und ich hatten keine Lust mehr immer über das arme und triste Studentendasein zu klagen. Wir nahmen unser Glück selbst in die Hand und bastelten uns kurzentschlossen unser eigenes Geld. Fein säuberlich zugeschnitten und gestapelt. So konnten wir nach Herzenslust mit den bunten Scheinchen um uns werfen und uns mit ihnen die eine oder andere Zigarette anstecken.

Die Scheinchen allerdings sind eigentlich nicht für uns bestimmt. Die dritte Ausgabe des Darmspiegels steht seit Sonntag zum Download bereit. Der Titel dieser Ausgabe lautet „Wir armen Bonzen“ und als Flyer dienen unsere schönen Spielgeldscheine – der Darmdollar.

Also wird es leider vorerst nur beim anstecken von Zigaretten bleiben. Das dürfen wir aber auch nicht übertreiben, sonst haben wir am Ende keine Flyer mehr.

Dienstag, 6. Mai 2008

13 Semester

Nun waren die Filmemacher von 13 Semester auch im Herzen der Studentenstadt Darmstadt: Im Karlshof.

Denn sie haben erkannt: "Lebensnah" muss alles sein. Dass der Karlshof eine "sehr authentische Location" ist, fassen wir hier mal mit gutem Willen als großes Kompliment auf.

Warum dann aber im gerade renovierten 6er-Bau? Der 10er-Bau wäre so viel authentischer gewesen.

Mehr über die Dreharbeiten zu 13 Semester im aktuellen darmspiegel!

Freitag, 2. Mai 2008

Das fängt ja gut an



Während unser Gang die Tradition der Mai-Wanderung durch die Weinreben der Bergstraße pflegt und mit viel Pausen und noch mehr Wein zum Feuerwehrfest pilgert, veröffentlicht die Chefetage den darmspiegel #2.
Wir waren wieder mit dabei - den kritischen oder begeisterten Blick überlassen wir deshalb lieber den Lesern. Brav downloaden und die beiden Covermodels Denise und Sven aus dem Karlshof bewundern!

Mittwoch, 23. April 2008

Tag des Bieres, grüner Tee

Während die zwei anderen Karlshofjournalisten sich gerade auf einem poetry slam in Mainz befinden, stecke ich zwischen Notizen und Büchern. Um die letzten 4000 Zeichen für die zweite Ausgabe des darmspiegels in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen, habe ich auf das Kulturprogramm verzichtet. Statt Feierabendbier gibt es Redaktionskaffee.

Nicht nur, dass ich mir vor ein paar Stunden lang und breit ausmalen lassen durfte, was ich heute Abend alles verpasse -- nein, die Herren Kollegen setzen noch einen oben drauf: Bei bester Party-Atmo verkünden die beiden freudig erregt per Telefon: Heute ist Tag des Bieres!

Das ist ja ganz wundervoll, Jungs. Mein Kaffee ist auch lecker.

Ich mache dann mal weiter mit meinem Text über 13 Semester und Max Riemelt. Der saß bei den Dreharbeiten zu einer "Partyszene" an der Theke und trank ganz cool und lethargisch: Grünen Tee.

Samstag, 5. April 2008

Lunchen und Lauschen auf dem Lerchenberg


Wir Online-Journalisten sind schon ein braver Haufen. Anstatt am Samstag den Rausch vom Vortag auszuschlafen, um anschließend in der Stammkneipe Fußball zu gucken, fahren wir zum Süddeutschen Journalistentag auf den Mainzer Lerchenberg und feilen an unseren Karrieren.
Schnell noch die Mägen mit Schnittchen und die Taschen mit Give-Aways gefüllt und schon geht es im Schweinsgalopp durch das bunte journalistische Programm:

Das Forum Existenzgründung mit Wolfgang Kiesel beantwortet die Frage "Wie baue ich meine journalistische Karriere ohne Angestellten-Job?" - Wir lernen: Die Bezeichnung "Freier" ist nichts als eine steuerrechtliche Schublade und wenn man es geschickt anstellt, kann man dem Staat eine ganze Menge Geld aus dem Kreuz leiern. Weiterhin wollen wir Kieslers Rat folgen und Belege zukünftig in einem Schuhkarton sammeln, denn Journalisten sind laut ihm entweder gute Journalisten oder sie können Buchführung.
Auch wenn Kiesler für meinen Geschmack etwas zu offensiv für den DJV und seine Person wirbt, ist es doch aufschlussreich, was man bei einer Karriere als "Freier" alles bedenken muss.

Auf dem Podium Bildjournalismus diskutieren Sabine Brauer, BRAUER-Photo, Fotografin "BUNTE" u.a., Harald Schmitt, Fotograf "STERN", Volker Lensch, Leiter Bildredaktion "STERN" und Eberhard Wolf, Artdirector "Süddeutsche Zeitung". Schmitt ist einer von zwei verbliebenen festangestellten Fotojournalisten des "STERN". Zu Hochzeiten waren es deren 23. Heute setzen die Printmedien verstärkt auf "Freie" und auf Agenturen, die ihre Qualität in den letzten Jahren steigern konnten. Um so mehr muss die Devise der heutigen Fotoreporter sein, andere Motive als der DPA-Fotograf zu liefern - damit das Bild bei über 19.000 Fotos, die täglich in manchen Redaktionen eingehen, nicht unter den Tisch fällt.

Professor Dr. Hermann von der TU Berlin feiert auf dem Süddeutschen Journalistentag seinen 80. Geburtstag und bietet dem staunenden Publikum im Forum Sprache ein krachendes Feuerwerk an Fremdwörtern. Schließlich muss er seinen Titel rechtfertigen. Pragmatik, Semantik, syndaktisch, soziolinguistisch, optativ, Terminus, Paradigmen, antizipatorische Pädagogik, Sublimierung, Termini, ex katedra, psychotopographisch, exegetisch, Enzyklopädisten, Redundanz, Gratifikation. Einmal, als er kurz von seiner Metaebene heruntersteigt, sagt Hermann: "Man ist eigentlich inkompetent, hat aber eine hohe Kompetenz diese Inkompetenz zu vertuschen." Ich gebe es an dieser Stelle zu: Ich bin inkompetent. Man komme und erkläre mir all diese Begrifflichkeiten!

Im Forum Online sitzen Günther Vollath von der Augsburger Allgemeinen, Kai N. Pritzsche von FAZ.NET, Frank Syré von zoomer.de und Sebastian Holzapfel von FR-online. Viel Neues erfährt man nicht. Alle erklären die personelle Zusammensetzung ihrer Redaktionen und Frank Syré versucht verzweifelt die Strategie von zoomer irgendwo zwischen User Generated Content, Agenda Setting und Uli Wickert zu erklären. Spannender ist da das Gespräch zwischen Herrn Holzapfel und einer jungen Dame, die sich für ein Online-Journalismus Studium interessiert, welches ich am Rande mitbekomme. Von Online-Journalismus in Darmstadt hält er mal ganz abgesehen vom schlechten Standort nichts. Zu wenig Textwerkstätten, keine journalistische Routine, zu großer Technik-Schwerpunkt lauten seine Vorwürfe. Als wir uns schließlich zu erkennen geben und ihn auf den Kreuzchen-Blog unserer Kommilitonen aus dem dritten bzw. nunmehr vierten Semester ansprechen, lenkt er dann aber doch etwas ein und zieht von dannen.

Brisanz im Forum Recherche. Gemeinsam mit Thomas Morawski vom BR berichtet Ulrich Tilgner von seiner Arbeit als Auslandskorrespondent. Vom Konflikt mit dem ZDF ist jedoch nichts zu merken. Tilgner und Morawski bieten spannende Eindrücke aus ihrer Arbeit und interessante Gedanken zum Thema Qualitätsjournalismus. Mit diesem Highlight endet der Süddeutsche Journalistentag. Nach der Enttäuschung auf der Linken Medienakademie kann man die Veranstaltung in Mainz wirklich als gelungen bezeichnen auch wenn das Feilen an der Karriere nicht so ganz geklappt hat.

Dienstag, 1. April 2008

darmspiegel. morgens, mittags, abends, nachts.

Der letzte macht das Licht aus. Und zwar deshalb, weil bereits wieder morgens ist und die Sonne über Darmstadt scheint. Nachtschicht, durchgemacht, vollendet.

Seit den frühen Morgenstunden ist der darmspiegel online.

Direkt zum Download der ersten Ausgabe April/2008.


Lesen und Weitersagen!

Montag, 31. März 2008

Montag, 3. März 2008

Nicole (Die Gründliche)

Die Wohnung putzt Du beinah stündlich,
und was Du tust, das tust Du gründlich.

Laß' and're ruhig sich lustig machen,
darüber kannst Du doch nur lachen!“
Lachen mussten auch wir. Dieses wunderliche Gedicht fand sich auf einer personalisierten Nicole-Tasse. Und diese Tasse wiederum war versteckt verschüttet in Isabells und meiner Abstellkammer.

Wir wissen nicht, wer Nicole ist.

Doch so viel ist sicher: Nicole wohnt schon lange nicht mehr hier. Wurde jemals im Karlshof Krieg geführt
hier war das Schlachtfeld. Deshalb haben wir diese Semesterferien genutzt, um uns, Archäologen gleich, auf die Suche längst vergessener Schätze zu begeben.

In vier Einkaufswagen haben wir das abtransportiert, was in einen bis zur Hälfte gefüllten 1,50 x 2 x 2 Meter-Raum passt. Neben nagelneuen Schuhen, geschmacksfreiem Dekogeschirr und etlichen eingetrockneten Farbdosen fand sich auch eine komplette PC-Garnitur. Isas Kommentar „Der hat ja nur ein Diskettenlaufwerk!“ lässt auf das historische Alter unserer Entdeckungen schließen.

Nach vier geschlagenen Stunden nahm ich dann das letzte Artefakt in die Hand. Eine Tasse.

Nicole, wir gedenken Deiner in Ehren.

Dienstag, 19. Februar 2008

Wenn unzustellbar zurück

Die Studiengebühren sind überwiesen. Die Frau aus Hessen mit dem Y ist leider noch nicht soweit, ihr Wahlversprechen einzulösen.

Deshalb sind es diesmal 709 Euro 50 pro Semester.

Doch mein Briefkasten bleibt leer. Vergeblich warte ich auf Studienbescheinigung, Semesterticket und Studienausweis.

Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Briefträger vor lauter Traurigkeit über das frühe Ausscheiden ihres Zumwinkels das Zustellen vergessen haben.

Aber an den etwas eigentümlichen Briefkastenverhältnissen im Karlshof müssen auch die motiviertesten Damen und Herren in Gelb von Zeit zu Zeit scheitern: „Wenn unzustellbar zurück“. Diese Aufforderung funktioniert im Karlshof leider nicht. Oft stimmen Namensschild und tatsächliche Bewohner nicht überein. Zu groß ist die Fluktuation in diesem Wohnheim. Im Zweifelsfall geht der Brief also nicht an den Absender zurück. Er wird einfach oben auf den Briefkasten gelegt.

Und wenn man so manchen Briefkasten sieht, stellt sich die Frage, wieviele Inkassoverfahren schon zu Unrecht eingeleitet wurden.

Vielmehr graut es mir aber vor der Verwaltung der h_da. Deren EDV hat mich schon einmal fast das Studium gekostet. Damals ging auch kein Brief bei mir zuhause ein. Da ich unter einer falschen Matrikelnummer eingetragen wurde, konnte mein Geldeingang nie verzeichnet werden. So wäre ich irgendwann wieder automatisch exmatrikuliert worden.

Denn -- und da schielen wir nochmal auf die Regierungsbildung in Hessen -- kein Geld: Kein Studium.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Asbest: Betreten der Baustelle verboten

Asbest (altgriech. ἄσβεστος, asbestos, „unvergänglich”). So steht es geschrieben in der Wikipedia. So klebt es an unserer schönen Karlshof-Fassade.

Unvergänglich. Bis zum heutigen Morgen. Um 7 Uhr setze ich mich an den Frühstückstisch und keinen Meter neben mir pappt eine Gestalt im Schutzanzug ein gelbes Schild so an unsere gläserne Haustür, dass ich es von innen lesen kann: Betreten der Baustelle verboten.

Der Mann schaut etwas verdutzt, als er den Daumen auf den Kleber drückend in mein Gesicht blickt. Ich schaue mindestens genau so verdutzt zurück. Für einen Bruchteil einer Sekunde überlege ich, ob dieses Schild eine zweite Runde Schlaf rechtfertigen könnte, öffne aber doch die Tür und sage: „Entschuldigung, aber in einer halben Stunde muss ich hier raus.”

Man versichert mir, dass das kein Problem sei, da ja eh erst bei den Nachbarn begonnen würde. Ich schaue die drei Meter bis zur nachbarischen Tür herüber und denke: Aha.

Kurz bevor ich zum Bus gehe, schieße ich noch einige Photos. Zwar habe ich keine Ahnung, bis in welche Entfernung Asbest gefährlich ist -- und noch splittert nichts -- aber der etwas abseits stehende Arbeiter links hat den Mundschutz herunter genommen. Ich postiere mich also auf selber Höhe und beobachte das Treiben durch mein Objektiv. Irgendwann merkt das auch der an vorderster Front kämpfende Herr und wird leicht aufgeregt. Was wir da zu suchen hätten so ganz ohne Mundschutz. Ich sehe noch mal zu dem ungeschützten Mann neben mir, aber setze dann doch nicht zur Verteidigungsrede an. Rückzug ist angesagt. Im Treppenhaus holt mich der Gasmaskenmann doch noch ein, um mir den Sachverhalt zu erläutern.

Letztendlich bin ich ihm dankbar, schließlich habe ich keine Ahnung von Asbest und er hat Recht, wenn er sagt: „Am Ende bin ich Schuld, wenn Ihnen was passiert.”

Bleibt noch festzustellen, dass die Vorgehensweise auf mich Laien vernünftig gewirkt hat. Erst anfeuchten, dann in ganzen Stücken entfernen und eintüten. Gefährlich wird es wohl erst, wenn es splittert. Ob in so einem Fall jedoch die recht schlechte Isolierung der Fenster und Türen ein ausreichender Schutz ist, wage ich zu bezweifeln. Wo die Luft durchzieht, sind böse Asbestfasern nicht weit. Oder?

Dienstag, 8. Januar 2008

Dreiste Kaffeediebe

Wer bitte ist so dreist und stiehlt einem den Kaffee? Ich habe nichts dagegen, wenn man sich mal etwas aushilft, aber gleich alles leer zu machen, das geht doch nicht. Die Situation war folgendermaßen:

Ich kam am Sonntagabend zurück in den Karlshof und während wir später noch etwas aßen schweifte mein Blick über das Küchenregal, dort sah ich das meine Kaffeetüte offen stand. Ich stand also auf um sie zu schließen und murmelte noch so etwas wie: „Da geht doch das ganze gute Aroma raus“. Dann sah ich es: Die Tüte war leer und der Traum von einem Frühstückskaffee am nächsten morgen geplatzt.

Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, beschloss ich den Täter aufzuspüren. Leider war meine Suche, trotz vieler und anstrengender Zeugenbefragungen, bisher erfolglos. Aber ich bin mir sicher, dass ich ihn irgendwann finden werde.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Unser guter Vorsatz für 2008

Das alte Jahr ist fast vorüber. Nicht nur Silvester, sondern auch die guten Vorsätze wollen endlich geplant sein.

Ich bin ja persönlich gegen gute Vorsätze.

Meiner Meinung nach werden die immer nur aufgestellt, damit ein anderer sagen kann: Das schaffst Du nie.

Was aber, wenn man einen kollektiven guten Vorsatz hat? Wir haben einen!

Im nächsten Jahr „machen“wir das neue Studentenmagazin Darmstadts. Was genau ich mir darunter vorstelle, habe ich bereits vor ein paar Tagen zusammengefasst.

Samstag, 17. November 2007

Studentenghetto?

„Wo wohnst du eigentlich?“, wurde ich in den letzten Wochen des Öfteren gefragt. Wenn ich dann antwortete, „Im Karlshof“, dann verzog sich meist das Gesicht meines Gegenübers und ich bekam ein knappes, mit einem sarkastischen Unterton belegtes, „Aha. Und, gefällt‘s dir? Das ist doch voll das Studentenghetto, oder!?“ zu hören. Oft sind die Leute dann verwundert, wenn ich ihnen sage, dass es mir tatsächlich gefällt.
Nicht immer zählt der erste Eindruck, der zugegebenermaßen auch bei mir nicht gerade positiv war. Man kommt auf das Karlshofgelände und blickt auf einen Hof, auf dem vereinzelt Scherben oder etwas Müll liegt, an den Häusern und in den Gängen prangen Graffitis an den Wänden, die manchmal ganz nett aussehen, aber teilweise auch extrem hässlich sind. Außerdem steht am Gebäude acht, inmitten aller anderen Gebäude, ein großes Gerüst und sowieso erinnert eigentlich alles eher an eine große Baustelle als an ein Studentenwohnheim.
Trotzdem, wenn man neu in Darmstadt ist, dann gibt es kaum einen besseren Ort um neue und interessante Leute kennenzulernen und seinen Spaß zu haben. Man erlebt im Karlshof täglich skurrile und lustige Geschichten, so wird es eigentlich nie langweilig.