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Samstag, 28. Juni 2008

Den Durchblick verloren

Vor ziemlich genau zwei Monaten kamen Menschen in unsere Wohnung und nahmen uns unsere Fenster. Das war gut so, denn sie waren äußerst verdreckt und so ersparte man uns das Putzen.

Die neuen Fenster fanden flux ihr Loch in der Wand, doch: Irgendetwas fehlte. Wohin mit dem kitschigen Souvenir aus Südfrankreich? Fensterbank? Fehlanzeige.

Stattdessen blickte ich jeden Tag auf das wunderschöne Innere der Stahlbetonwand. Mit ein bisschen Glück und dem richtigen Winkel schienen sogar ein paar Sonnenstrahlen am Fensterglas vorbei direkt zwischen Fensterrahmen und Wand auf mein Gesicht. Die fehlende Dichtung macht's möglich.

Heute, zwei Monate später also, findet auch der innere Rahmen samt Fensterbank ins Zimmer.
Zurück bleiben Erstaunen und Verzweifeln ob dieser unmöglichen Baustelle Karlshof, die wir unser Zuhause nennen.

Nicht abgedichtete Fenster sind dabei leider nicht der Höhepunkt einer katastrophalen Organisation. Sie reihen sich ein in löchrige Wände, Asbestfusch und jede Menge Dreck.

Dienstag, 6. Mai 2008

13 Semester

Nun waren die Filmemacher von 13 Semester auch im Herzen der Studentenstadt Darmstadt: Im Karlshof.

Denn sie haben erkannt: "Lebensnah" muss alles sein. Dass der Karlshof eine "sehr authentische Location" ist, fassen wir hier mal mit gutem Willen als großes Kompliment auf.

Warum dann aber im gerade renovierten 6er-Bau? Der 10er-Bau wäre so viel authentischer gewesen.

Mehr über die Dreharbeiten zu 13 Semester im aktuellen darmspiegel!

Freitag, 2. Mai 2008

Das fängt ja gut an



Während unser Gang die Tradition der Mai-Wanderung durch die Weinreben der Bergstraße pflegt und mit viel Pausen und noch mehr Wein zum Feuerwehrfest pilgert, veröffentlicht die Chefetage den darmspiegel #2.
Wir waren wieder mit dabei - den kritischen oder begeisterten Blick überlassen wir deshalb lieber den Lesern. Brav downloaden und die beiden Covermodels Denise und Sven aus dem Karlshof bewundern!

Mittwoch, 16. April 2008

Tag gegen Lärm

Psst! Schon gehört? Heute ist der Tag gegen Lärm - oder etwas stylischer gesagt: The International Noise Awareness Day. Die Deutsche Gesellschaft für Akkustik (DEGA) ruft - und das ist doch bereits ein Widerspruch in sich - die Welt dazu auf, jeglichen Radau zu vermeiden. Doch der Karlshof ist dort, wo die Welt endet und so trampeln die Bauarbeiter auf ihren metallenen Laufstegen auf und ab, bohren, schweißen, brüllen. Und legen sie dann doch einmal ein Päuschen ein, zwitschern die Vögel ihren Unmut über den grauen April. Sachen gibt's.

Samstag, 12. April 2008

Germany's Next Topdose



Heute nur Gourmet-Ravioli statt 5-Gänge-Menü für den verwöhnten Studentengaumen. Die dank einer Prise italienischer Kräuter durchaus schmackhafte Selbstkasteiung hatte berufliche Gründe: Die Blechbüchse ist einer der Stars in der nächsten Gazette eures Vertrauens. Beim Fotoshooting erwies sich das Döschen als echter Profi - perfekt im Spiel mit der Kamera.

Ein schöner Nebeneffekt: Der Magen ist ein wenig gefüllt und bereit für das große Karlshof-Einmaleins in der Oettinger Villa in einigen Stunden. Man sieht sich!

Montag, 31. März 2008

Der Frühjahrsputz

Kaum haben die ersten warmen Sonnenstrahlen die Glückshormone im Körper frei gesetzt, greift der Deutsche zu Eimer und Lappen und versucht krampfhaft der guten Laune Einhalt zu gebieten. Die Suche nach "Frühjahrsputz" ergibt bei google 406.000 Treffer, knapp geschlagen von den "Frühlingsgefühlen" mit 508.000 Treffern. Da es bei meinen Frühlingsgefühlen 406.000 Treffer weniger gab, schloss ich mich gestern dem WG-Frühjahrsputz an - sicherlich nicht unbedingt eine alte Karlshof-Tradition, wie dieses YouTube-Fundstück zeigt.
Ein ganzer Tag Geschrubbe und Geräume brachte schließlich so manche schmutzige Wahrheit ans Licht und unser Wohnzimmer zum Glänzen. Schaut doch bei den nächsten Sonnenstrahlen auch mal unter euer Sofa!

Freitag, 14. März 2008

Viele Baustellen und ein sachdienlicher Hinweis

Heute hier, morgen dort. Viele Karlshofbewohner verstehen die Taktik der Bauleitung nicht.

Mal sind die Bauarbeiter an der einen, am nächsten Tag an der anderen Stelle.

Da tauchten die schrecklichen wie Spieße in die Luft gestreckten Stangen vor meinem Zimmer auf, wankten tagelang im Wind, um erst Wochen später zu einem Gerüst fertiggestellt zu werden.

An anderer Stelle, wurde schon einmal alles lichtdicht zugehängt, obwohl es erst viele Tage darauf notwendig gewesen wäre.

Vielleicht hat das auch alles seinen Sinn, überall neue Baustellen aufzumachen. Wie dem auch sei. Auf dem Weg von A nach B scheinen es die guten Asbestexperten wieder einmal eilig gehabt zu haben. Den sachdienlichen Hinweis in Photoform bekam ich heute von einem Blogleser. Danke dafür!

Abmahnungen hat es wegen der unsachgemäßen Asbestentfernung bereits gegeben. Sagt das Studentenwerk. Zufrieden kann man angesichts solcher Photos allerdings nicht sein.

Es gilt also weiterhin: Beobachtet das asbestöse Geschehen um euch herum und meldet es wenn nötig dem StuWe. Es geht um unser aller Gesundheit.

Mittwoch, 12. März 2008

Es ward kein Licht

Wenn es einem um acht Uhr morgens so vorkommt, als sei es mitten in der Nacht, hat man entweder einen Jahrmartkt vor der Tür. Oder die Baustelle, auf der man lebt, hat mal wieder ein neues Gewand angezogen.

Lange Zeit hat sich nichts getan auf unserem Asbestexperimentierfeld. Jetzt steht auch vor unserer Tür (ja, wirklich. Sie öffnet nur noch zur Hälfte) ein Gerüst.

Heute morgen wurde unser Gang dann eingetütet. Mit duct tape befestigte Plane wandelt unseren Laubengang zum Tunnel.

Sieht irgendwer Licht am Ende?

Montag, 3. März 2008

Nicole (Die Gründliche)

Die Wohnung putzt Du beinah stündlich,
und was Du tust, das tust Du gründlich.

Laß' and're ruhig sich lustig machen,
darüber kannst Du doch nur lachen!“
Lachen mussten auch wir. Dieses wunderliche Gedicht fand sich auf einer personalisierten Nicole-Tasse. Und diese Tasse wiederum war versteckt verschüttet in Isabells und meiner Abstellkammer.

Wir wissen nicht, wer Nicole ist.

Doch so viel ist sicher: Nicole wohnt schon lange nicht mehr hier. Wurde jemals im Karlshof Krieg geführt
hier war das Schlachtfeld. Deshalb haben wir diese Semesterferien genutzt, um uns, Archäologen gleich, auf die Suche längst vergessener Schätze zu begeben.

In vier Einkaufswagen haben wir das abtransportiert, was in einen bis zur Hälfte gefüllten 1,50 x 2 x 2 Meter-Raum passt. Neben nagelneuen Schuhen, geschmacksfreiem Dekogeschirr und etlichen eingetrockneten Farbdosen fand sich auch eine komplette PC-Garnitur. Isas Kommentar „Der hat ja nur ein Diskettenlaufwerk!“ lässt auf das historische Alter unserer Entdeckungen schließen.

Nach vier geschlagenen Stunden nahm ich dann das letzte Artefakt in die Hand. Eine Tasse.

Nicole, wir gedenken Deiner in Ehren.

Dienstag, 19. Februar 2008

Wenn unzustellbar zurück

Die Studiengebühren sind überwiesen. Die Frau aus Hessen mit dem Y ist leider noch nicht soweit, ihr Wahlversprechen einzulösen.

Deshalb sind es diesmal 709 Euro 50 pro Semester.

Doch mein Briefkasten bleibt leer. Vergeblich warte ich auf Studienbescheinigung, Semesterticket und Studienausweis.

Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Briefträger vor lauter Traurigkeit über das frühe Ausscheiden ihres Zumwinkels das Zustellen vergessen haben.

Aber an den etwas eigentümlichen Briefkastenverhältnissen im Karlshof müssen auch die motiviertesten Damen und Herren in Gelb von Zeit zu Zeit scheitern: „Wenn unzustellbar zurück“. Diese Aufforderung funktioniert im Karlshof leider nicht. Oft stimmen Namensschild und tatsächliche Bewohner nicht überein. Zu groß ist die Fluktuation in diesem Wohnheim. Im Zweifelsfall geht der Brief also nicht an den Absender zurück. Er wird einfach oben auf den Briefkasten gelegt.

Und wenn man so manchen Briefkasten sieht, stellt sich die Frage, wieviele Inkassoverfahren schon zu Unrecht eingeleitet wurden.

Vielmehr graut es mir aber vor der Verwaltung der h_da. Deren EDV hat mich schon einmal fast das Studium gekostet. Damals ging auch kein Brief bei mir zuhause ein. Da ich unter einer falschen Matrikelnummer eingetragen wurde, konnte mein Geldeingang nie verzeichnet werden. So wäre ich irgendwann wieder automatisch exmatrikuliert worden.

Denn -- und da schielen wir nochmal auf die Regierungsbildung in Hessen -- kein Geld: Kein Studium.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Kunst im Karlshof?

Nichtsahnend läuft man nachhause und sieht plötzlich, dass da wo vorher noch der Zehnerbau des Karlshofes stand nur noch ein weißer Kasten zu sehen ist.

Das wirft natürlich viele Fragen auf. Ist das Gebäude so hässlich, dass man es verstecken muss oder war hier gar Verhüllungskünstler Cristo am Werk?

Nichts dergleichen ist der Fall. Die Karlshofrenovierung ist in vollem Gange und dabei werden, wie man ja schon mitbekommen hat, die alten Asbestplatten abgetragen. Damit sich der böse Asbeststaub nicht in der Umwelt verteilt wird der ganze Bau einfach eingepackt. Da fragt man sich nur was mit den Bewohnern passiert, die jeden Tag in das weiße Päckchen hinein und wieder heraus müssen.

Da wäre es mir lieber gewesen, Cristo hätte sich an unserem Gebäude ein wenig ausgetobt.

Sonntag, 3. Februar 2008

Prekäre Generation der Rentner

Im Sperrmüll herumwühlen, etwas ungemein Nützliches finden, es nach Hause tragen und dort die Eltern damit überraschen, dass überteuertes Kommerzplastikspielzeug doch nicht das Höchste der Gefühle ist. Das haben wir alle mindestens schon einmal erlebt -- in unserer Kindheit.

Aber wer ist dieser alte Mann? Fast möchte man ihm Hilfestellung geben, damit er beim Versuch, in den Container zu klettern, nicht stürzt.

Es wirkt absurd und entwürdigend zugleich, einen Rentner im Sperrmüll eines Studentwohnheimes zu sehen. An einem Sonntagnachmittag. Keine drei Meter daneben der professionelle Pfandsammler mit Teleskopgreifer.

Ich fühle mich erinnert an den letzten Klausurtext über einen Berliner Flaschensammler, und frage mich, was wohl die Geschichte dieses Mannes ist. Vielleicht ist er dement? Vielleicht ist er auch nur ein Bastler?

Manchmal ist Photographieren einfacher als Nachfragen.

Dienstag, 15. Januar 2008

Asbest 3

Unter dem Gruppennamen So nicht! Sanierung des Karlshof. macht sich Kritik an der Asbestbeseitung mittlerweile auch im StudiVZ breit.

Die Gruppengründer schreiben, sie hätten es lange im Guten versucht, das Gespräch gesucht, Vorschläge gemacht: "Hat nicht viel geholfen. Jetzt gehen wir den zwingenden Weg".

Anscheinend haben die Initiatoren schon Rücksprache mit Anwälten gehalten und rechnen sich Chancen aus, auf einen "sofortigen Baustopp" und auf "faire Mietminderung", die mit 15% bisher zu klein sei.

In Sachen Asbest ist man weniger zuversichtlich. Dabei ist gerade das bei youtube eingestelle Video mehr als aussagekräftig.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Asbest 2

Nun haben wir also doch den ersten Fall von Pfusch unsauberer Arbeitsweise.

Direkt über unserer Tür hängt ein Rest Asbestschindel. Es hat die Größe einer DVD-Hülle und ist definitv an mehreren Seiten gebrochen.

Genau das sollte eigentlich verhindert werden. Dass dann so ein nicht gerade kleines Stück an solch prominenter Stelle auch noch vergessen wird, zeugt von einer für meine Verhältnisse zu schnellen Arbeitsweise.

Übrigens: Mein Mitbewohner hat gestern mal einen Blick in die Asbestmüllsäcke geworfen. Ergebnis: Auch dort zahlreiche zerbrochene Schindeln.

Wir behalten das im Auge. Und hoffentlich nicht in der Lunge.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Asbest: Betreten der Baustelle verboten

Asbest (altgriech. ἄσβεστος, asbestos, „unvergänglich”). So steht es geschrieben in der Wikipedia. So klebt es an unserer schönen Karlshof-Fassade.

Unvergänglich. Bis zum heutigen Morgen. Um 7 Uhr setze ich mich an den Frühstückstisch und keinen Meter neben mir pappt eine Gestalt im Schutzanzug ein gelbes Schild so an unsere gläserne Haustür, dass ich es von innen lesen kann: Betreten der Baustelle verboten.

Der Mann schaut etwas verdutzt, als er den Daumen auf den Kleber drückend in mein Gesicht blickt. Ich schaue mindestens genau so verdutzt zurück. Für einen Bruchteil einer Sekunde überlege ich, ob dieses Schild eine zweite Runde Schlaf rechtfertigen könnte, öffne aber doch die Tür und sage: „Entschuldigung, aber in einer halben Stunde muss ich hier raus.”

Man versichert mir, dass das kein Problem sei, da ja eh erst bei den Nachbarn begonnen würde. Ich schaue die drei Meter bis zur nachbarischen Tür herüber und denke: Aha.

Kurz bevor ich zum Bus gehe, schieße ich noch einige Photos. Zwar habe ich keine Ahnung, bis in welche Entfernung Asbest gefährlich ist -- und noch splittert nichts -- aber der etwas abseits stehende Arbeiter links hat den Mundschutz herunter genommen. Ich postiere mich also auf selber Höhe und beobachte das Treiben durch mein Objektiv. Irgendwann merkt das auch der an vorderster Front kämpfende Herr und wird leicht aufgeregt. Was wir da zu suchen hätten so ganz ohne Mundschutz. Ich sehe noch mal zu dem ungeschützten Mann neben mir, aber setze dann doch nicht zur Verteidigungsrede an. Rückzug ist angesagt. Im Treppenhaus holt mich der Gasmaskenmann doch noch ein, um mir den Sachverhalt zu erläutern.

Letztendlich bin ich ihm dankbar, schließlich habe ich keine Ahnung von Asbest und er hat Recht, wenn er sagt: „Am Ende bin ich Schuld, wenn Ihnen was passiert.”

Bleibt noch festzustellen, dass die Vorgehensweise auf mich Laien vernünftig gewirkt hat. Erst anfeuchten, dann in ganzen Stücken entfernen und eintüten. Gefährlich wird es wohl erst, wenn es splittert. Ob in so einem Fall jedoch die recht schlechte Isolierung der Fenster und Türen ein ausreichender Schutz ist, wage ich zu bezweifeln. Wo die Luft durchzieht, sind böse Asbestfasern nicht weit. Oder?

Dienstag, 8. Januar 2008

Dreiste Kaffeediebe

Wer bitte ist so dreist und stiehlt einem den Kaffee? Ich habe nichts dagegen, wenn man sich mal etwas aushilft, aber gleich alles leer zu machen, das geht doch nicht. Die Situation war folgendermaßen:

Ich kam am Sonntagabend zurück in den Karlshof und während wir später noch etwas aßen schweifte mein Blick über das Küchenregal, dort sah ich das meine Kaffeetüte offen stand. Ich stand also auf um sie zu schließen und murmelte noch so etwas wie: „Da geht doch das ganze gute Aroma raus“. Dann sah ich es: Die Tüte war leer und der Traum von einem Frühstückskaffee am nächsten morgen geplatzt.

Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, beschloss ich den Täter aufzuspüren. Leider war meine Suche, trotz vieler und anstrengender Zeugenbefragungen, bisher erfolglos. Aber ich bin mir sicher, dass ich ihn irgendwann finden werde.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Wasser marsch

Es gluckert und gluckst und nach einem kurzen Ruckeln in der Leitung sehe ich die letzten Tropfen im Abfluss verschwinden. Mit verschlafenen Augen stehe ich unter der Dusche. Wie ein begossener Pudel möchte man sagen. Doch gerade das ist nicht der Fall.

Kein Wasser. Die Leitung ist tot.

Ich trete ungläubig aus dem Bad heraus und mein Mitbewohner lacht: "Wolltest du duschen? Das Wasser geht schon seit einer halben Stunde nicht."

Also statten wir dem Hausmeister einen Besuch ab. Ergebnis: Der gesamte Karlshof hat kein Wasser, weil die neue Rapsöl-Heiz-und-Wasser-Aufbereitungs-Anlage angeschlossen wird. Bis 15 Uhr.

Wundervoll. Ist ja auch gar nicht so schlimm, dass wir nicht vorgewarnt wurden. Ich wäre bloß ein wenig früher aufgestanden, um zu duschen.

Jetzt will ich frühstücken. Und ohne Kaffee geht's nun wirklich nicht. Mit der Kanne in der Hand gehe ich von Wasserhahn zu Wasserhahn und hole die letzten Tropfen aus der Leitung. Ein paar Minuten später steht es zu braunem Flüssiggold verwandelt auf dem Tisch. Dann kann der Tag ja beginnen.

Samstag, 17. November 2007

Studentenghetto?

„Wo wohnst du eigentlich?“, wurde ich in den letzten Wochen des Öfteren gefragt. Wenn ich dann antwortete, „Im Karlshof“, dann verzog sich meist das Gesicht meines Gegenübers und ich bekam ein knappes, mit einem sarkastischen Unterton belegtes, „Aha. Und, gefällt‘s dir? Das ist doch voll das Studentenghetto, oder!?“ zu hören. Oft sind die Leute dann verwundert, wenn ich ihnen sage, dass es mir tatsächlich gefällt.
Nicht immer zählt der erste Eindruck, der zugegebenermaßen auch bei mir nicht gerade positiv war. Man kommt auf das Karlshofgelände und blickt auf einen Hof, auf dem vereinzelt Scherben oder etwas Müll liegt, an den Häusern und in den Gängen prangen Graffitis an den Wänden, die manchmal ganz nett aussehen, aber teilweise auch extrem hässlich sind. Außerdem steht am Gebäude acht, inmitten aller anderen Gebäude, ein großes Gerüst und sowieso erinnert eigentlich alles eher an eine große Baustelle als an ein Studentenwohnheim.
Trotzdem, wenn man neu in Darmstadt ist, dann gibt es kaum einen besseren Ort um neue und interessante Leute kennenzulernen und seinen Spaß zu haben. Man erlebt im Karlshof täglich skurrile und lustige Geschichten, so wird es eigentlich nie langweilig.

Donnerstag, 15. November 2007

Umzugskartons...

... sieht man öfters durch den Karlshof laufen. Aber bei den nächsten pack' ich mit an!

Um 13 Uhr 29 erreichte mich die erfreuliche Nachricht: "Wir sind Nachbarn!"

Tja, lieber Tobi so schnell kann's gehen! Ich hoffe, dir ist trotzdem klar, was das bedeutet:

Whisky für alle zum Einzug, die obligatorischen morgendlichen zehn Minuten Verspätung finden (ob GDL hin oder her) keine Rechtfertigung mehr und Referate werden in Zukunft auch nicht mehr einen Tag nach Vergabe fertiggestellt ;)

Willkommen im Karlshof!

Freitag, 9. November 2007

Corporate Karlshof

Visuell erschlagen hat mich heute morgen eine große Acht und ihr kleines C.

Denn als ich gegen 10 Uhr aus meinem Fenster sehe, stört etwas die schon seit einigen Wochen in meinem Hirn eingebrannte Einöde aus grauem Baugerüst vor dunkler Wand: 8c.

Mit großen Lettern rücken die Bauarbeiten nun also auf den 10er-Bau zu. Ab Januar soll es auch bei uns losgehen, so hört man.

Vielleicht reflektiert dann ja im Fenster gegenüber die 10b von unserem Haus und der Corporate Karlshof ist perfekt. Zumindest von außen.