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Samstag, 24. Mai 2008

Sprachlos

Die Diskussion schwirrt nun schon seit einigen Wochen durch die Blogosphäre, aber ich habe mich nun doch entschieden, auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen:

Die Rede ist von der Sprachlosigkeit. Genauer: Vom zögerlichen bis nicht stattfindenden Kommentieren in Blogs.

Da dieses Thema bereits an anderer Stelle vielseitig (aber wahrscheinlich dennoch nicht erschöpfend) beleuchtet wurde, hier nur eine lose Linksammlung.

InRobert Basics Liste der Demotivation habe ich mich an vielen Stellen wiedererkannt, auf Daniels Erfahrungen habe ich dann auch selbst etwas kommentiert (sic!) und mein Prof Lorenz Lorenz-Meyer beschreibt etwas, was ich sehr gut kenne, nämlich, "dass ich die Diskursivität des Social Web in der Theorie weit mehr begrüße als in der Praxis."

(Bei allen Artikeln ist es durchaus empfehlenswert, die Kommentare zu lesen... )

Als Reaktion auf die festgestellte eigene und fremde Kommentierfaulheit, sind nun sogar ganze Anleitungen entstanden, zum Beispiel jene, wie man der "Kommentararmut in Blogs begegnen kann".

Das klingt fast wie Blutarmut und im Grunde ist es auch eine solche -- aus publizistischer Sicht. Zumindest für Online-Journalisten.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Twittertod

Das einzige, was man bei Twitter nicht twittern kann, ist, dass Twitter down ist.

Samstag, 12. April 2008

Verkehrsbehinderungen wegen Dreharbeiten

Eine Leuchte schien er mir nicht gerade zu sein, der Photograph einer Darmstädter Lokalzeitung.

Als er mich heute am Set von 13 Semester fragte, wen er da gerade photographiert habe, hatte ich kurzzeitig Verständnis dafür, dass in immer mehr Redaktionen die Stelle des reinen Photographen gestrichen wird, gab ihm dann aber doch Auskunft: Max Riemelt.

Ein Hoch auf die Arbeitsteilung. Warum der Redakteur sich nicht um die BU kümmern konnte, wurde mir dann hinterher klar: Dass in Darmstadt ein Kinofilm gedreht wird, gereicht gerade zum Aufhänger.

Viel interessanter fand der Kollege hingegen, auf welchen Straßen und Plätzen es wegen der Dreharbeiten in der kommenden Woche zu Behinderungen kommen wird. Ratgeberjournalismus der Extraklasse.

Samstag, 5. April 2008

Lunchen und Lauschen auf dem Lerchenberg


Wir Online-Journalisten sind schon ein braver Haufen. Anstatt am Samstag den Rausch vom Vortag auszuschlafen, um anschließend in der Stammkneipe Fußball zu gucken, fahren wir zum Süddeutschen Journalistentag auf den Mainzer Lerchenberg und feilen an unseren Karrieren.
Schnell noch die Mägen mit Schnittchen und die Taschen mit Give-Aways gefüllt und schon geht es im Schweinsgalopp durch das bunte journalistische Programm:

Das Forum Existenzgründung mit Wolfgang Kiesel beantwortet die Frage "Wie baue ich meine journalistische Karriere ohne Angestellten-Job?" - Wir lernen: Die Bezeichnung "Freier" ist nichts als eine steuerrechtliche Schublade und wenn man es geschickt anstellt, kann man dem Staat eine ganze Menge Geld aus dem Kreuz leiern. Weiterhin wollen wir Kieslers Rat folgen und Belege zukünftig in einem Schuhkarton sammeln, denn Journalisten sind laut ihm entweder gute Journalisten oder sie können Buchführung.
Auch wenn Kiesler für meinen Geschmack etwas zu offensiv für den DJV und seine Person wirbt, ist es doch aufschlussreich, was man bei einer Karriere als "Freier" alles bedenken muss.

Auf dem Podium Bildjournalismus diskutieren Sabine Brauer, BRAUER-Photo, Fotografin "BUNTE" u.a., Harald Schmitt, Fotograf "STERN", Volker Lensch, Leiter Bildredaktion "STERN" und Eberhard Wolf, Artdirector "Süddeutsche Zeitung". Schmitt ist einer von zwei verbliebenen festangestellten Fotojournalisten des "STERN". Zu Hochzeiten waren es deren 23. Heute setzen die Printmedien verstärkt auf "Freie" und auf Agenturen, die ihre Qualität in den letzten Jahren steigern konnten. Um so mehr muss die Devise der heutigen Fotoreporter sein, andere Motive als der DPA-Fotograf zu liefern - damit das Bild bei über 19.000 Fotos, die täglich in manchen Redaktionen eingehen, nicht unter den Tisch fällt.

Professor Dr. Hermann von der TU Berlin feiert auf dem Süddeutschen Journalistentag seinen 80. Geburtstag und bietet dem staunenden Publikum im Forum Sprache ein krachendes Feuerwerk an Fremdwörtern. Schließlich muss er seinen Titel rechtfertigen. Pragmatik, Semantik, syndaktisch, soziolinguistisch, optativ, Terminus, Paradigmen, antizipatorische Pädagogik, Sublimierung, Termini, ex katedra, psychotopographisch, exegetisch, Enzyklopädisten, Redundanz, Gratifikation. Einmal, als er kurz von seiner Metaebene heruntersteigt, sagt Hermann: "Man ist eigentlich inkompetent, hat aber eine hohe Kompetenz diese Inkompetenz zu vertuschen." Ich gebe es an dieser Stelle zu: Ich bin inkompetent. Man komme und erkläre mir all diese Begrifflichkeiten!

Im Forum Online sitzen Günther Vollath von der Augsburger Allgemeinen, Kai N. Pritzsche von FAZ.NET, Frank Syré von zoomer.de und Sebastian Holzapfel von FR-online. Viel Neues erfährt man nicht. Alle erklären die personelle Zusammensetzung ihrer Redaktionen und Frank Syré versucht verzweifelt die Strategie von zoomer irgendwo zwischen User Generated Content, Agenda Setting und Uli Wickert zu erklären. Spannender ist da das Gespräch zwischen Herrn Holzapfel und einer jungen Dame, die sich für ein Online-Journalismus Studium interessiert, welches ich am Rande mitbekomme. Von Online-Journalismus in Darmstadt hält er mal ganz abgesehen vom schlechten Standort nichts. Zu wenig Textwerkstätten, keine journalistische Routine, zu großer Technik-Schwerpunkt lauten seine Vorwürfe. Als wir uns schließlich zu erkennen geben und ihn auf den Kreuzchen-Blog unserer Kommilitonen aus dem dritten bzw. nunmehr vierten Semester ansprechen, lenkt er dann aber doch etwas ein und zieht von dannen.

Brisanz im Forum Recherche. Gemeinsam mit Thomas Morawski vom BR berichtet Ulrich Tilgner von seiner Arbeit als Auslandskorrespondent. Vom Konflikt mit dem ZDF ist jedoch nichts zu merken. Tilgner und Morawski bieten spannende Eindrücke aus ihrer Arbeit und interessante Gedanken zum Thema Qualitätsjournalismus. Mit diesem Highlight endet der Süddeutsche Journalistentag. Nach der Enttäuschung auf der Linken Medienakademie kann man die Veranstaltung in Mainz wirklich als gelungen bezeichnen auch wenn das Feilen an der Karriere nicht so ganz geklappt hat.

Dienstag, 1. April 2008

darmspiegel. morgens, mittags, abends, nachts.

Der letzte macht das Licht aus. Und zwar deshalb, weil bereits wieder morgens ist und die Sonne über Darmstadt scheint. Nachtschicht, durchgemacht, vollendet.

Seit den frühen Morgenstunden ist der darmspiegel online.

Direkt zum Download der ersten Ausgabe April/2008.


Lesen und Weitersagen!

Montag, 31. März 2008

Donnerstag, 13. März 2008

Hauptsache es klingt wichtig

Beim Recherchieren für den darmspiegel bin ich gerade auf einen interessanten Dienst der Stadt Darmstadt gestoßen:

Dem Ratsinformationssystem. Oder Parlamentsinformationssystem? Ja, was denn nun?

Weiter unten auf der Webseite ist zu lesen:

„Da Darmstadt, wie alle hessischen Städte, keinen Gemeinderat, sondern einen Magistrat und eine Stadtverordnetenversammlung hat, haben wir uns für die Bezeichnung Parlamentsinformationssystem und nicht Ratsinformationssystem entschieden.
Die Bezeichnung wurde gewählt, obwohl die Stadtverordnetenversammlung kein klassisches Parlament ist, um den Nutzern durch einen einprägsamen Begriff das Auffinden des Rechercheinstruments zu erleichtern.“
Die Notwendigkeit einer solchen Erklärung ist schon lächerlich genug. Dann sollte man es aber auch schaffen, die Software Rats- und Bürgerinformationssystem von Text- und Datenservice Gerz im Seitentitel anzupassen.

Sonntag, 9. März 2008

Fazit.

Die Linke Medienakademie ist vorbei. Berlin geht weiter.

Textabsonderungsstelle

Wo befindet sich die grauenhafteste Textabsonderungsstelle? Dr. Michael Meissner weiß es: Bei der Pressestelle der Linken.

Solche Aussagen lassen mich aufhorchen an diesem Wochenende. Als am Freitag ein Dozent zugab, dass er außer für die Linken auch für andere Parteien arbeitet, wurde er mit Blicken gelyncht getadelt. Nicht so bei diesem Herrn. Er ist Dozent für Theorie und Praxis der Presse an der FU Berlin. Da haben die Genossen schon ein bisschen mehr Respekt.

Redigieren von Texten und Pressemitteilungen. Das wollen wir lernen - soweit das in zwei Stunden zu schaffen ist.

Bevor wir aber zum praktischen Teil (Üben anhand einer Pressemitteilung der Linken) übergehen, gibt es einen längeren aber durchaus kurzweiligen Vortrag zur Theorie. Da deckt sich vieles mit dem, was wir im ersten Semester in der Textwerkstatt gelernt haben.

A propos Textwerkstatt: Meissner erzählt, in seinem Institut gebe es für die praktischen Übungen keine Noten. Das sei genau so schwachsinnig wie Noten im Deutschunterricht.

Meine Studenten kennen nicht einmal mehr den Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar, spricht's und schaut in betretene Gesichter. Das Ganze erinnert mich an eine Mischung aus Wolf Schneider und Bastian Sick. Moment, sagte ich Schneider?

Ein einziges Buch könne er empfehlen, ansonsten sei der Mann ein Gesinnungslump, ein Faschist im Tarnanzug. Aber der ist ja schon über 80. Die biologische Endlösung kommt gewiss, wie ich immer sage.“

Das Zeilengeld ansprechend führt er das mir bislang unbekannte Wort
unkürzbar ein. Seine Theorie klingt kalt aber realistisch: Ein geschickter Freier schreibt so, dass sein Text unkürzbar ist. Er sei darin immer Meister gewesen.

Es bleibt ein fachlich korrekter Vortrag und ein Dozent, der für gute verständliche Schreibe wirbt.

Am Ende wirbt Meissner dann noch für etwas anderes: Für Meissner. Der sei jederzeit zu buchen, schreibe Weblog und koste Parteifreunde nur 200 Euro plus Reisekosten.

Achja. Eins noch: Webseiten gestalten kann er auch (sagt er).

Linke Medienakademie. Tag Zwei und Drei.

Die Medienakademie neigt sich dem Ende zu. Es wird Zeit, die geschätzte Leserschaft unserer kleinen Publikationsplattform auf den neusten Stand zu bringen. Von links nach rechts:

Am Freitag verbringen wir den Abend auf dem Friedrichshainer Kiez . Der Kommunismus zieht sich wie ein roter (!) Faden durch das Wochenende und so landen wir in der Kneipe "Die Tagung", in der wir uns Roter Oktober schmecken lassen. Ein Bier, passend beworben mit dem Slogan: "Heute schon Genossen?".

Am Samstag spielen Kersten und ich Touristen. Vor dem verkehrstechnischen Supergau am Montag, nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel und fahren mit der S-Bahn zum Alexanderplatz, wo mit dem großen Türmsche, der erste Haken auf dem Touristen-Stadtplan gemacht werden kann. Wir laufen am Roten Rathaus vorbei zum Denkmal von Marx und Engels. Es erscheint uns passend in diesen Tagen. Der "selektive Rückbau" das Palazzo Prozzo beeindruckt wenig, dafür umso mehr die Trabi-Safari. Viele kleine Trabis tuckern wie an einer Perlenkette durch die Hauptstadt, die ostalgischen Touristen auf die Rückbank gezwängt. Wie authentisch werden sich die beiden korpulenten Damen gedacht haben, als der Motor des kleinen Zebra-Trabis mitten auf der Straße des 17. Juni den Dienst quittierte.
Immer weiter, vorbei am Adlon, wo sie den roten Teppich ausrollen, durch die Menschenmassen vor dem Brandenburger Tor laufen wir hin zum Reichstagsgebäude, das wir interessiert umkreisen. Einen Blick auf die Siegessäule geworfen und schon stehen wir vor den Stelen des Holocaust-Mahnmals, zwischen selbigen Menschen von Nah und Fern lachend Fangen und Verstecken spielen. Niedersachsen und Hessen lassen wir hinter uns und verschwinden im S-Bahn-Schacht des Potsdamer Platzes. Alle wichtigen Wahrzeichen Berlins in 60 Minuten abgehandelt, das soll uns so schnell einer nachmachen.

Im Neuen Deutschland entfällt am Nachmittag der Workshop über "Moderne Trends der Zeitungsgestaltung". Wenigstens das Seminar "Tipps und Kniffe bei InDesign" kann stattfinden. Grafikdesigner Rüdiger Metzler springt für den erkranken Udo Tremmel ein, hat jedoch mit technischen Hürden zu kämpfen. Auf den bereitgestellten Laptops ist kein InDesign installiert. Für den Download der knapp 400 MB großen Testversion werden über eine Stunde Geduld prognostiziert. Metzler improvisiert und versucht mit Hilfe von Screenshots den Zuhörern das Layout-Programm näher zu bringen. Viele ältere Semester kämpfen indessen mit dem Verständnis, stellen abenteurliche Fragen und strapazieren die Nerven des Profis und der anwesenden Amateure. Viel Neues erfährt man in all diesem Chaos nicht.

Halten wir fest: Es lohnt sich vor dem Arbeiten mit InDesign Arbeitsbereiche festzulegen. Ein Schriftenverwaltungsprogramm erleichtert die Arbeit genauso wie das richtige Einstellen der Grundeinstellungen. Und sollten beim InDesignen Fragen auftauchen lohnt ein Blick auf hilfdirselbst.ch. Weiterhin empfiehlt Metzler die Podcasts von theindesigner und diephotoshopper.

Wir füllen unsere Mägen indisch und feiern anschließend im empfehlenswerten Magnet Club, wo heute der Karreraklub zu Gast ist.

Sonntag. Die Nacht war kurz, doch der Vortrag mit der Fragestellung "Gibt es eine Ästhetik der Linken?" klingt interessant und so laufe ich über die Karl-Marx-Alle und die Straße der Pariser Kommune zum Neuen Deutschland. In der Beschreibung von Hartmuts Lindemanns Vortrag heißt es:

Der Begriff "links" hat verschiedene Wertungen durchgemacht. Wann bekommt der Begriff seine politische Trennschärfe, das heißt auf Eigenbewusstsein gestützte politische Wertigkeit? Was ist an "links" ästhetisch? Ist mit linker Ästhetik ein Stil gemeint? Was wären die besonderen Merkmale der Stilmittel einer linken Ästhetik? Wie gestaltet sich in den Grenzen der visuellen Kommunikation aus den Alltagsansprüchen der Linken in Form von Politik, Kultur und Wirtschaft eine linke Ästhetik?

Antworten auf diese Fragen bleibt der Referent leider schuldig. Das Publikum kann dem hektischen und vergeistigten, mit Fremdwörtern gespickten Vortrag kaum folgen. Lindemanns Fazit, es gäbe dieser Tage keine linke Ästhetik, erschließt sich, wie in der kurzen Fragerunde klar wird, nicht jedem. Unbefriedigt bleibt das Auditorium zurück, während ich mich mit seinem Lobgesang auf Garamond besänftigen lasse.

Zeit für ein Mittags-Süppchen. Beim Soooochen nach der Linken Medienakademie wird unser Blog mittlerweile auf Seite 2 aufgeführt. Es geht voran.

Samstag, 8. März 2008

Der Podcast-Workshop - Eine Bilanz

Wir bloggen live aus der Retrospektive vom Ende des Podcast-Workshops.

Zwischen dem lustigen Podcast-Selbstversuch und dem Hier und Jetzt liegen vier Bier und unzählige Zigaretten, die der Kersten nicht geraucht hat.

Deshalb verzichte ich auf unwichtige Einzelheiten und stelle fest: Unsere Aufgabe, uns um passende Musik zu kümmern, haben wir mit "Fatima Spar und die Freedom Fries" stilsicher gelöst.

Gelernt haben wir in den sechs Stunden Workshop auch etwas: Das technische Equipment können wir uns als arme Studenten (Watt dann jetzt mit die Gebühren, Andrea?!?) zwar noch nicht leisten, doch die Hemmschwelle, ein Mikro in die Hand zu nehmen, ist gesunken und vielleicht hört ihr hier schon bald die zarten Stimmen der drei Karlshofjournalisten.

Freitag, 7. März 2008

Reporterschlaufe

Nicht nur Erkennungsmerkmal wichtiger professioneller Reporter, sondern auch praktischer Nutzen: Die Reporterschlaufe verhindert, dass der Kontakt zwischen Kabel und Mikro während der Aufnahme wackelt. So bleibt der Ton klar und deutlich, ohne Rauschen.

Das inhaltliche Verwickeln des Reporters kann durch diese Technik jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Wie mache ich einen Podcast? - Zwischenbilanz

Wie mache ich einen Podcast? Mit Geld. Viel Geld. Dieser Eindruck bleibt nach Peter Welcherings zweistündiger Ausführung über das Podcasten. Während sich Kersten vom Twittern erholt und gemeinsam mit Caspar den Koffeintank auffüllt, nutze ich die kurze Pause für eine noch kürzere Zusammenfassung.

Professionelle Podcasts verlangen professionelle Ausrüstung. Professionelle Ausrüstung verlangt professionelles Geld. Als Student ist die Anschaffung von Mikrofonen, einer Videokamera, Schnittprogrammen, Verstärker und weiterer technischer Ausstattung wohl kaum zu finanzieren. Aber wenigstens können wir jetzt die Gerätschaften der h_da kritisch unter die Lupe nehmen. Auf Kerstens Twitterei, Welchering fände das kostenlose Schnittprogramm Audacity doof, antwortet Flosi: „Wer's Geld hat... (dann nimmt er bestimmt auch ein Mikro von Sennheiser).

Tut er. Kugelmikros, Nierenmikros, Super-Nierenmikros. Und die immer schön mit der Reporterschleife gehalten, damit ihm die Politiker das Mikro nicht aus der Hand reißen. Oder so ähnlich.

Nach dem Ausflug in die Welt der Mikrofone hören und sehen wir verschiedene Audio- und Video-Podcasts. Wir lernen, dass Kameras auf die Höhe der Nasenwurzel ausgerichtet werden müssen und dass Angela Merkel acht Tage brauchte um zu lernen, beim Teleprompter die ganze Zeile zu erfassen und nicht die Augen nach links und rechts zu verdrehen.

Die Augen verdrehen muss ich, als Welchering erzählt, Lufthansa gäbe pro Woche bis zu 30.000 Euro für einen Corporate-Podcast aus. Davon einige tausend Euro für die Musik - ein hoher Kostenfaktor, da Künstler, Labels und Gema auch ein Stück vom Kuchen abhaben möchten.

So, Pause schon lang vorbei. Wegen mangelnder Multi-Tasking-Fähigkeit habe ich die Ausführungen über Dateiformate nicht mitbekommen. Dafür erfahren habe ich, dass bei Frau Ypsilanti in Hessen der Baum brennt. Wie das bei den Genossen hier aufgenommen wird? Wir halten euch auf dem Laufenden.

Linke Medienakedemie. Tag 2.

Kersten und ich erkunden Friedrichshain. Zu Fuß, wie sich das für echte Berliner in diesen Tagen gehört. Nach dem Debakel gestern abend ersparen wir uns die Vorträge am Vormittag und begeben uns erst am späten Vormittag ins "Neue Deutschland" um zu lernen: "Wie mache ich einen Podcast". Referent Peter Welchering erzählt über seine Arbeit. Kersten wird die Außenwelt über Twitter auf dem Laufenden halten.

Donnerstag, 6. März 2008

Linke Medienakademie. Tag Eins.

Stunden Autofahrt hinter uns. Unterkunft bezogen. Wir sind gut angekommen, in der Hauptstadt. Berlin hat uns!

Ein ergrauter, gemütlicher Herr mit obligatorisch rotem Schal fängt uns ab, als wir eigentlich schon fast am Ziel sind: "Wollt ihr zur Medienakademie? Gleich hier, im Neuen Deutschland" Wir schauen auf das kastige, graue Gebäude. Auf dem Dach prangt das große Schild. "Ja, das Neue Deutschland ist näher als man denkt." Er lacht. Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen und folgen dem Mann.

Jetzt sitzen wir in der Eröffnungsveranstaltung. Genau in dieser Sekunde werden wir begrüßt. Größere Blogeinträge gibt es je nach verfügbarer Zeit.

Zwischendurchmeldungen werde ich per Twitter verlautbaren!

Dienstag, 4. März 2008

Nach Berlin, bitte links abbiegen.

Auf geht's nach Berlin! Der Tobi, der Caspar und ich machen uns auf den Weg zur Linken Medienakademie.

Dort werden wir Vorträge und Workshops besuchen. Ausgewählt haben wir:

  • Herausforderungen für linke Medien
  • Wie mache ich einen Podcast
  • Moderne Trends in der Zeitungsgestaltung
  • InDesign
  • Ästhetik der Linken
  • Redigieren von Texten und Pressemitteilungen
  • Cross-Media-Publishing
Hoffen wir auf eine gute WLAN-Anbindung, dann gibt es hier auch zwischendurch aktuelle Berichterstattung

Make the headlines...

... beat the deadline! Heißt es auch dieses Jahr wieder an meiner alten Schule. Morgen ist Newspaper Day.

Wie gerne würde ich jetzt wieder bei euch sitzen, und zwischen Kaffee und Computer den langsam steigenden Stresspegel fühlen.

Ganz sicher wird auch diese Ulricianum Times wieder Level of Distinction. Das ist schließlich Tradition.

Wie ich aus zuverlässigen Quellen hörte, wird mittlerweile auch mit einem Wiki gearbeitet! Dann fehlt doch eigentlich nur noch eins: Ein Redaktions-Live-Blog.

Darüber würde ich mich als Ex-Ulricianer und Ex-TUTler natürlich besonders freuen ... ;)

Viel Spaß, viel Erfolg und beste journalistische Grüße gehen nach Aurich!

Donnerstag, 7. Februar 2008

Medienrecht: Bin ich ein Massenmedium?

Die Klausur ist geschafft! Das Medienrechtslerncamp mit seinen zahlreichen Medienrechtslerngruppentreffen sind beendet. Ein Stein fällt von vielen Onlinejournalismusstudentenherzen.

Eine letzte Frage bleibt: Bin ich ein Massenmedium? Die Antwort gibt's bei Flo:




Via Flosi.
Direktflo.

Dienstag, 29. Januar 2008

Artikel wie aus dem Lehrbuch

Es ist ein knappes Jahr her, da bekam ich eine E-Mail mit dem Betreff „Abdruckanfrage“. Der Absender endete auf @zeit.de

Mein im zuender veröffentlichter Artikel über das Rauchverbot an meiner Schule interessierte wohl auch Menschen in Irland und so teilte man mir mit,

das Council for the Curriculum Examinations and Assessment, Belfast, möchte Ihren Artikel “Sicherheitsrisiko Rauchverbot” in das Werk “GCE 2007 German Reading Specimen Paper” übernehmen.
Was das CCEA genau macht, wusste ich auch erst nach einem Blick in den Wissenstempel der Wikipedia:
As well as setting examinations, the CCEA advises the government on what should be taught in Northern Ireland's schools.
Was für eine Ehre! Schnell wurden Verträge per E-Mail und Fax nach Belfast geschickt.

Jetzt endlich gibt es das Ergebnis zu sehen. Mein Artikel ist Textvorlage für eine Klausur! Auf den Seiten 26 bis 28 gibt es Fragen zu beantworten, und sogar die Autorintention zu interpretieren.

Zwar scheinen ein paar Sätze leicht abgeändert, und wie sooft wurde mein Vorname als weiblich verstanden („Welchen Eindruck hat die Autorin von den Lehrern in ihrer Schule?“) aber das mindert nicht im Geringsten meine Freude darüber, dass ein Text von mir jetzt klausurrelevant ist!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Ich bin nicht K. Riechers

Da ich schon von meinem eigenen Vater gefragt wurde, ob ich der Verfasser dieses Artikels bei bild.de sei, wollte ich hier nur kurz verlautbaren: Ich bin nicht K. Riechers.

Auch wenn es leider nicht auf alle meine Artikel der Vergangenheit zutrifft, zeichne ich -- die meisten wissen es -- grundsätzlich als Kersten A. (sprich: A-Punkt) Riechers.

Das Kürzel kar habe schließlich schon seit meiner Kindheit.