Während die zwei anderen Karlshofjournalisten sich gerade auf einem poetry slam in Mainz befinden, stecke ich zwischen Notizen und Büchern. Um die letzten 4000 Zeichen für die zweite Ausgabe des darmspiegels in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen, habe ich auf das Kulturprogramm verzichtet. Statt Feierabendbier gibt es Redaktionskaffee.
Nicht nur, dass ich mir vor ein paar Stunden lang und breit ausmalen lassen durfte, was ich heute Abend alles verpasse -- nein, die Herren Kollegen setzen noch einen oben drauf: Bei bester Party-Atmo verkünden die beiden freudig erregt per Telefon: Heute ist Tag des Bieres!
Das ist ja ganz wundervoll, Jungs. Mein Kaffee ist auch lecker.
Ich mache dann mal weiter mit meinem Text über 13 Semester und Max Riemelt. Der saß bei den Dreharbeiten zu einer "Partyszene" an der Theke und trank ganz cool und lethargisch: Grünen Tee.
Mittwoch, 23. April 2008
Tag des Bieres, grüner Tee
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Kersten
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Mittwoch, 16. April 2008
Tag gegen Lärm
Psst! Schon gehört? Heute ist der Tag gegen Lärm - oder etwas stylischer gesagt: The International Noise Awareness Day. Die Deutsche Gesellschaft für Akkustik (DEGA) ruft - und das ist doch bereits ein Widerspruch in sich - die Welt dazu auf, jeglichen Radau zu vermeiden. Doch der Karlshof ist dort, wo die Welt endet und so trampeln die Bauarbeiter auf ihren metallenen Laufstegen auf und ab, bohren, schweißen, brüllen. Und legen sie dann doch einmal ein Päuschen ein, zwitschern die Vögel ihren Unmut über den grauen April. Sachen gibt's.
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Tobias
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Sonntag, 3. Februar 2008
Prekäre Generation der Rentner
Im Sperrmüll herumwühlen, etwas ungemein Nützliches finden, es nach Hause tragen und dort die Eltern damit überraschen, dass überteuertes Kommerzplastikspielzeug doch nicht das Höchste der Gefühle ist. Das haben wir alle mindestens schon einmal erlebt -- in unserer Kindheit.
Aber wer ist dieser alte Mann? Fast möchte man ihm Hilfestellung geben, damit er beim Versuch, in den Container zu klettern, nicht stürzt.
Es wirkt absurd und entwürdigend zugleich, einen Rentner im Sperrmüll eines Studentwohnheimes zu sehen. An einem Sonntagnachmittag. Keine drei Meter daneben der „professionelle“ Pfandsammler mit Teleskopgreifer.
Ich fühle mich erinnert an den letzten Klausurtext über einen Berliner Flaschensammler, und frage mich, was wohl die Geschichte dieses Mannes ist. Vielleicht ist er dement? Vielleicht ist er auch nur ein Bastler?
Manchmal ist Photographieren einfacher als Nachfragen.
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Kersten
um
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